label-DVD-3

Kasperles Abenteuer DVD 1

60 Min. Spannung und Spaß für die Kleinen zwischen 3 und 7!

7,59 € (keine Versandkosten)

Urvertrauen
Vermitteln Sie Urvertrauen...

Hier greifen wir einen Punkt auf, über den die Meinungen auseinander gehen, wie sonst selten in Erziehungsfragen. Es geht hier vordergründig um die Frage, soll ich mein Kind nachts so lang schreien lassen, bis es von selbst durchschläft?

Wir wollen ganz klar Stellung beziehen: Wir sind der Überzeugung, daß diese Vorgehensweise falsch ist! Es sind schon so viele Bücher und Artikel zu diesem Thema geschrieben worden, daß wir auf Details gar nicht einzugehen brauchen. Wir wollen hier nur den für unsere Überlegungen wichtigen Bereich erörtern.

An anderer Stelle schrieben wir bereits, für wie maßgeblich wir das Vertrauen zwischen Kindern und Eltern untereinander erachten. Dem gegenüber ist das Urvertrauen eher eine einseitig vom Kind zu den Eltern gerichtete Bindung grundsätzlichster Art. Wir Erwachsenen können unser Verhältnis zu anderen Menschen, das Vertrauen, das wir ihnen entgegenbringen, auf eine durch unser Wissen, unsere Erfahrung, usw. begründete Basis stellen und bewußt steuern.

Für ein Kind, insbesondere ein kleines Kind, gibt es diesen bewußten Vorgang nicht. Es kann sich nur aus momentanen, unbewußten Reaktionen und einer ganz kleinen Erfahrungsgrundlage heraus entscheiden, wem es vertrauen, an wen es sich gebunden fühlen will.

Natürlich kommt es immer darauf an, wie ich mein Kind, meinen Säugling tatsächlich erziehe, oder auch: erziehen kann. Habe ich ein chronisch krankes Kind, lassen sich manche Vorstellungen nicht so direkt realisieren, wie mit einem gesunden. Gleiches gilt, wenn ich in einer Mehr - Generationen - Familie mit einer dominanten Oma mein Kind großziehen muß. Eine solche Oma kann schlimmer sein, als irgendeine chronische Krankheit, wenn ich die erforderliche Konsequenz nicht gewährleisten kann.

Im Normalfall wird aber gelten, daß ich die Bedürfnisse meines Säuglings so erfüllen kann, wie sie anfallen. Und diese Bedürfnisse sind noch gering: Nahrung, Schutz, Zuwendung. Da es, außer durch weinen, nicht äußern kann, was es gerade braucht, müssen wir Eltern das erkennen.

Und wenn es dann trotzdem in der Nacht schreit? Dann müssen wir das Bedürfnis erkennen, das dahinter steckt! Und wenn es das Bedürfnis nach Zuwendung ist, dann braucht es einfach ein paar Schmuseeinheiten. Ist es Ihnen persönlich noch nie so gegangen, daß Sie zu irgendeiner “Unzeit” das Verlangen hatten, von Ihrem Partner in den Arm genommen zu werden? (Er würde das nicht machen? Sie armer Mensch!) Warum sollte ein Säugling nicht auch solche Empfindungen haben dürfen? (Sie sind nicht bereit dazu? Sie armer Mensch!)

Und schließlich: Woher wollen Sie wissen, ob es nicht doch einen ernsthaften Grund gibt, weshalb Ihr Säugling in der Nacht weint, wenn Sie sich nicht die Mühe machen, es herauszufinden?

Ganz so offensichtlich, wie bei Wilhelm Busch, geht es nicht immer zu, aber dürfen wir von uns behaupten, wir würden - bildlich gesprochen - nie etwas mit in die Windel packen? Aber ob es jetzt ein drückender Gegenstand auf Babys Haut, oder ob es ein Angstgefühl ist, unser Kind wird die Erlösung von der ihn quälenden Pein dankbar empfinden.

 

 

 

Der Dichter reimt:

 

“Und Willy, der vom Schmerz befreit,
lacht laut vor lauter Heiterkeit!”

Wir sehen, selbst damals hat man nicht gemeint, man müsse das Kind durchschreien lassen, es wird sich schon beruhigen! Busch schildert einen ausgesprochenen Präzedenzfall: Das unaufhörlich schreiende Baby, die verzweifelten und vergeblichen Versuche der Eltern, das Kind zu beruhigen. Vergeblich deshalb, weil es nur oberflächliche Maßnahmen waren, man der Sache nicht auf den Grund ging. Erst die resolute Tante packt die Windel auf... bzw. geht den Dingen auf den Grund!

Nehmen Sie sich ein Beispiel daran, packen Sie die Ursachen an der Wurzel, lassen Sie sich auch nie mit “lendenlahmen” Erklärungen von vermeintlichen Fachleuten abspeisen: Das gibt sich, das verwächst sich wieder... Ja, die Chance verwächst sich möglicherweise, rechtzeitig etwas zu unternehmen. Ihr Kind wird es Ihnen danken. Ihr Kind wird Ihnen gegenüber “Urvertrauen” entwickeln, weil es weiß, weil es - noch unbewußt - erlebt hat, es kann sich immer auf Sie verlassen, es hat diese Sicherheit, die später zur Selbstsicherheit wird, weil es mit Ihnen und durch Sie die Erfahrung gemacht hat, ich bin nicht allein, ich habe jemanden, der mich hält und stützt, ich habe jemanden, der mich nie alleine läßt....

                                                                                                 Zurück zu home: