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Kasperles Abenteuer DVD 1

60 Min. Spannung und Spaß für die Kleinen zwischen 3 und 7!

7,59 € (keine Versandkosten)

kein kleiner Erwachsener
Bei allem gilt: Nicht übertreiben! Lassen Sie Ihr Kind Kind sein, erwachsen wird es noch früh genug...

Wir selbst haben den Fehler gemacht, unsere vier- und dann fünfjährige Tochter zu überfordern. Sie kam mit dem jüngeren Bruder auf Anhieb so gut zurecht, daß wir uns nichts dabei dachten, sie auch einmal für ein paar Stunden mit ihm alleine zu lassen, wenn uns ein Einkauf zu sehr aufhielt. Ihre anschließende Erzählung, sie habe dem 3 Monate alten Brüderchen das Fläschchen gemacht und ihn dann eben auch gewickelt, erfüllte uns nur mit Stolz über unser großes Mädchen.

Wir hatten nie das Gefühl, daß wir unserer “Großen” nach und nach einfach zu viele Aufgaben aufgebürdet hätten um sie zu schulen, geschweige denn, um uns zu entlasten. Nein, sie selbst drängte sich danach, Verantwortung zu übernehmen. Sie saugte alles Wissen, alle Informationen auf, wie ein trockener Schwamm das Wasser. Sie war einfach unsere “Große”, wie hätte es bei diesem intelligenten Kind sonst sein sollen?

In unserer Erinnerung an jene Zeit sehen wir dieses Temperamentsbündel eigentlich nur rennen und pausenlos reden, die langen blonden Haare naßgeschwitzt am Kopf klebend. In ihrer ganzen Art unglaublich anspruchsvoll! Was waren wir froh, wenn die Großeltern endlich unser (B)engelchen mal wieder für zwei Wochen haben wollten. Dieser Wunsch war uns, bei den chronischen Krankheiten der beiden alten Leute, eigentlich unverständlich - waren wir doch als Gesunde bei diesem Kind abends rechtschaffen müde.

Bei den Großeltern war unsere Tochter ganz anders, ein ruhiges Kind, das dazu auch noch problemlos durchschlief! Dort war unsere Tochter Kind, ein kleines Kind. So richtig bewußt wurde uns der Unterschied anhand eines kleinen Tagebuchs, das die Großmutter bei einem dieser Aufenthalte führte: Am Teich Enten gefüttert, später Märchen vorgelesen. Zum Mittagessen Gong geschlagen, gemeinsame Mittagsruhe. Nach Mensch-ärgere-dich-nicht wieder zum Ententeich und später Oma beim Backen zugesehen und Eiweiß schaumig geschlagen.

Und das ist es eben, was den Unterschied ausmachte. Wir haben sie, stolz, wie junge Eltern gerne sind, immer als kleine Erwachsene behandelt, während die Großeltern sie so nahmen, wie sie war oder sich gab, mal kleines oder mal größeres Kind, aber nie mehr. In der Rückschau sind wir froh, daß die Großeltern die Kleine damals einfach nicht so “erwachsen” behandelten wie wir. Diese Möglichkeit müssen wir unseren Kindern hin und wieder einräumen! Die Kindheit ist viel zu schnell unwiederbringlich vorbei.

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