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Kasperles Abenteuer DVD 1

60 Min. Spannung und Spaß für die Kleinen zwischen 3 und 7!

7,59 € (keine Versandkosten)

Füchslein 3

Der kleine, rote Fuchs und seine Freunde

In der nächsten Zeit wurde in loser Folge vom kleinen, roten Fuchs erzählt, und es vergingen keine zwei Wochen, da war der kleine Kerl der Liebling der ganzen Familie und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Die Tochter wußte schon nach den ersten Erzählstunden, wohin beim kleinen, roten Fuchs "der Hase läuft". "Der kleine, rote Fuchs, das bin ich", verkündete sie stolz. Aber trotz dieser Gewißheit war der Kleine doch auch und vor allen Dingen ihr Freund.

Die Befürchtung, die ich kurzzeitig hatte, in dieser Doppelrolle könne eine gewisse Zwiespältigkeit liegen, erwies sich glücklicherweise als falsch. Natürlich konnte der Fuchs ihr keine direkten Ratschläge oder Verhaltensmaßregeln geben, schließlich würde sie ja auch nicht sich selbst raten, auf ihre liebgewordenen Einschlafzeremonien zu verzichten.

Und so dauerte es auch nicht lange, bis unser Füchslein uns mit seinen Freunden bekannt machte. Der beste von ihnen, ein fast väterlicher Freund war die Eule, die "kluge, alte Eule". Deren Ratschläge waren über jeden Zweifel erhaben, nicht nur beim kleinen, roten Fuchs, sondern auch bei meiner Tochter.

Bei manchen Gelegenheiten (vor allem beim Zubettgehen) hätte ich meine ganze väterliche Autorität ins Spiel bringen können und hätte doch nur gegen eine Wand geredet. Aber glücklicherweise half mir in solchen Fällen immer die kluge, alte Eule. Welch ein erfreulicher Umstand, daß diese Tiere nachts aktiv sind, wie hätte eine Taube oder von mir aus ein Papagei bei Dunkelheit das Fenster finden und daran klopfen können? Eulen können das! Und als kluger, alter Freund vertröstete sie meine Beiden auf den morgigen Tag und auf die Spiele, die man dann, frisch ausgeruht (!), zu spielen in der Lage sei. Und wo mein Zureden, Bitten und Drohen nichts gefruchtet hatten, wirkten wenige Worte unseres gefiederten Freundes. Erst schlief der Fuchs schnell ein, dann, fast noch schneller, das Kind.

Ich hätte mich liebend gerne einmal mit jemandem über den allzu großen Einfluß der Eule auf meine Tochter unterhalten, aber leider war der Fuchsen-Papi, sowie auch ich seit einiger Zeit, wieder fast den ganzen Tag außer Haus, und so trafen wir uns nie. Und mit irgend welchen Bekannten darüber zu diskutieren, scheute ich mich nun denn doch, womöglich hätten sie mir nicht geglaubt, daß Eulen nachts das richtige Fenster finden können!

Um noch einmal auf die Zwiespältigkeit von Doppelrollen zurückzukommen, wenn jemand darunter litt, so war ich das. Ich wußte nie so recht, war der kleine, rote Fuchs nur der Freund meiner Tochter, oder vertrat ich an ihm Vaterstelle? So manches Mal hätte ich ihm zu gern die Leviten gelesen, aber schließlich kann man ja nicht anderer Leute Kinder so einfach zurecht weisen. Aber die kluge, alte Eule rückte alles wieder zurecht, und Fuchs und Tochter und ich waren's zufrieden.

Fortsetzung                                                                    zurück zu home: