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Kasperles Abenteuer DVD 1

60 Min. Spannung und Spaß für die Kleinen zwischen 3 und 7!

7,59 € (keine Versandkosten)

Füchslein 1

Warum der kleine, rote Fuchs zu uns kommen mußte

Die Kleine war schon immer sehr aufgeweckt und ihren Altersgenossen oder dem, was man den Durchschnitt nennt, weit, um Längen voraus. Dabei soll aber auch nicht verschwiegen werden, daß das seine Nachteile hat. Das behagliche "Ein-Baby-haben"-Alter ist zu Ende, bevor es richtig begonnen hat. Mit zunehmender Mobilität wächst das Maß an Aufmerksamkeit, das das Kind erfordert, und mit dem sich vergrößernden Wortschatz rückt die "warum"-  und "nein"- Phase mit beängstigender Schnelligkeit näher.

Glücklicherweise weiß man das beim ersten Kind noch nicht oder glaubt es wenigstens nicht. Aber irgendwann einmal ist es dann so weit, und natürlich viel früher als erwartet: Der allerseits bestaunte, bei den Großeltern selbstverständlich immer besonders brave, ach so weit entwickelte Liebling steht das erste Mal da und bockt!

Nach einer ersten Verblüffung ist das natürlich riesig lustig. Dieser Knirps mit dickem Windelpaket sagt kategorisch "nein", weigert sich, etwas zu tun, was er doch eigentlich sonst immer so gerne...

Wie sich bald zeigt, ist das auch kein einmaliger Zufall, solche Ereignisse häufen sich und werden unangenehmer, greifen störend in den so gut eingefahrenen Familienalltag ein. In kürzester Zeit eskaliert die ganze Angelegenheit, und aus dem süßen Schätzchen wird ein quengelndes Etwas, das offensichtlich nichts will, als uns auf die Palme zu bringen. Beschäftige ich mich mit meiner Tochter, ist alles in Butter, und wir sind die besten Freunde, aber wehe, wenn Papi mal so ganz nebenbei für ein Viertelstündchen wieder arbeiten möchte, geht die Quengelei von neuem los. Und erst das  in's Bett bringen! Ist das ein Zauber! Hoffnungen und gelinde Zweifel an unseren Fähigkeiten als Eltern wechseln in rascher Folge.

Alle Mätzchen, von denen wir je gehört haben, probieren wir aus, um unser Bengelchen ins Bett zu bekommen. Anstatt zu schlafen, wollte sie dieses erst noch haben, jenes erst noch tun. Und was hatte ich mir vor einigen Monaten von dieser Zeit erhofft? Wenn sie erst einmal genügend Verständnis hatte, sich selbst artikulieren konnte, dann, so hatte ich mir vorgestellt, könnte man auf ihre Einwendungen eingehen, sie überreden, überzeugen.

Ja, und wie sie sich ausdrücken konnte! Mit knapp zwei Jahren konnte sie die meisten Bilderbücher selbst "vorlesen". Beim Durchblättern gab sie den Text seitengenau und fast wortwörtlich wieder. "Entzückend. Reizend. So ein kluges Kind. Und doch noch so klein!" Ja. Wirklich reizend. Und für uns zum Verzweifeln.

Halt, beinahe hätte ich das Sandmännchen vergessen, das im Winter frierend draußen vor dem Fenster warten mußte, bis die Kinder eingeschlafen waren. Aus schierem Mitleid verkürzte unsere Tochter die Einschlaf - Zeremonie auf weniger als eine Viertelstunde. Aber leider wurden nur allzu bald die Tage wieder länger und wärmer. Aus der Traum. Und die Aufregungen um und der Ãrger über die kleine Nervensäge erreichten neue Höhepunkte.

Fortsetzung                                                        zurück zu home: